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12 Tipps, mit denen Sie Ihre Daten auf dem Smartphone oder Tablet schützen

Lesen Sie diesen Text gerade auf dem Smartphone? Laut Statistik surfen 70% der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile über ihr mobiles Gerät.* Smartphones und Tablets ersetzen Laptops und Desktop-PCs in vielen Fällen: Es gibt Banking-Apps, Shopping-Apps, Fitness-Apps, Apps zur Navigation und so weiter. Mit den Infos, die die kleinen Programme nebenbei sammeln, kann ein Profil von Ihnen erstellt werden – wo Sie sich aufhalten, was Sie im Internet kaufen. Wie erklären Ihnen, wie einfach Sie Ihre Daten davor schützen können.

#1: Eine Sicherheitssoftware installieren

Geben Sie Cyberkriminellen und Schadprogrammen keine Chance und sichern Sie Ihr Mobilgerät ebenso wie Ihren Computer mit einer Schutz-Software ab. G DATA Internet Security für Android hält viele Funktionen für Ihr Smartphone und Ihr Tablet bereit.

#2: Software immer aktuell halten

Angreifer können Sicherheitslücken vor allem in veralteter Software ausnutzen, um Zugang zu den mobilen Geräten zu erhalten. Die möglichen Folgen sind unter anderem der Diebstahl Ihrer Daten, unerwünscht hohe Telefonrechnungen, abgehörte Gespräche oder beschädigte Telefone. Installieren Sie Updates immer zeitnah nach dem Erscheinen. Schließen Sie Ihr Mobilgerät dafür an Ihren Computer an. In der Benutzeroberfläche der Herstellersoftware finden Sie Informationen zu aktuellen Updates.

Wichtig!

„Das Mobilgerät ist nicht an die Stromversorgung angeschlossen“: Nehmen Sie diese Warnung vor dem Einspielen von Updates ernst. Wenn sich der Akku zum Beispiel während der Installation des Firmware-Updates komplett entlädt, ist die Gefahr groß, dass das Telefon nachher nicht mehr richtig funktioniert.

#3: Nur gesicherte WLANs verwenden

In einigen Fällen erstellen Datendiebe extra WLAN-Zugangspunkte, um Benutzer in die Falle zu locken. Bei offiziellen WLAN-Hotspots, zum Beispiel von Mobilfunkanbietern, gelangen Sie beim Aufrufen des Browsers auf eine Anmeldeseite. Überprüfen Sie diese Seite auf ihre Echtheit: Sehen Sie in der Adressleiste das Kürzel „https“? Das steht für die verschlüsselte Datenübertragung. Schauen Sie sich außerdem die Webadresse genau an: Ergibt sie einen Sinn oder besteht sie nur aus einer zusammenhangslosen Reihe aus Buchstaben und Zahlen? Ist der Name des Mobilfunkanbieters falsch geschrieben? Bei solch offensichtlichen Mängeln sollten Sie stutzig werden: Dabei kann es sich um eine Phishing-Seite handeln.

Verzichten Sie in fremden, ungesicherten und öffentlichen WLANs, zum Beispiel im Café, auf sensible Vorgänge. Geben Sie keine Benutzerdaten oder Passwörter ein, damit diese nicht abgefangen werden können – die Daten werden oftmals unverschlüsselt übertragen. Damit sich Ihr Mobilgerät nicht automatisch mit dem manipulierten Netzwerk verbindet, können Sie die entsprechende Funktion in den Einstellungen deaktivieren.

Optimal geschützt sind Sie mit einer VPN-Software. Das virtuelle, private Netzwerk (VPN) anonymisiert Ihre digitale Identität und schützt Ihre Verbindung ins Internet vor fremden Zugriffen.

#4: Drahtlose Verbindungen und GPS deaktivieren

Schalten Sie neben WLAN auch sämtliche drahtlose Netzwerkverbindungen wie Bluetooth oder Infrarot aus, wenn Sie sie nicht benutzen. So verriegeln Sie potentielle Einfallstore für Angreifer und verlängern zudem die Akkulaufzeit.

Der Mobilvertragspartner kann den Aufenthaltsort Ihres Geräts jederzeit bestimmen, da sich Smartphone und Tablet automatisch in Funkzellen anmelden. Viele Apps möchten ebenfalls auf diese Bewegungsdaten oder sogar das GPS-Modul zugreifen. Diese Einwilligung sollten Sie nur dann geben, wenn die Programme die Standortbestimmung nachweislich zum Funktionieren brauchen, wie Navigationssoftware oder Verkehrsnachrichten. Auch einige Entertainment-Apps verlangen nach der Möglichkeit, GPS-Daten auszulesen. Sie stellen damit fest, ob sich der Nutzer in einem Land befindet, in dem es geografische Beschränkungen für Videos und Musik gibt.

#5: Bildschirmsperre einrichten

Der einfachste Schutz vor langen Fingern ist die Bildschirmsperre. Ein mögliches Szenario ohne aktivierte Sperre: Jemand lädt in einem unbemerkten Moment eine Spionage-App auf ein fremdes Smartphone herunter. Das kleine Programm liest innerhalb weniger Sekunden die Kontaktdaten, die Anruflisten und Nachrichten aus und schickt sie an einen Server im Internet. Danach löscht sich die App selbstständig – der Besitzer des Telefons bekommt von dem Vorgang nichts mit. Über die Anmeldung an dem Server kann der Datendieb alle gesammelten Informationen ganz in Ruhe einsehen und verwenden.

Die Hersteller bieten für ihr Betriebssystem unterschiedliche Sperrfunktionen an, die in der Betriebsanleitung beschrieben werden. Falls bereits ein Standardcode voreingestellt ist: Ändern Sie diesen möglichst zeitnah.

Wichtig!

Ein Passwort aus Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen ist sicherer als ein PIN-Code. Bei der Sperrfunktion „Gesten“ auf Android-Mobilgeräten sollten Sie den Bildschirm nach jeder Eingabe reinigen. Fingerspuren können ansonsten schnell die Kombinationen verraten.

#6: Apps vor dem Download genau überprüfen

Apps sollten nur von vertrauenswürdigen Quellen gekauft und heruntergeladen werden. Benutzerbewertungen zum Programm und zum Entwickler sind gute Anhaltspunkte, um sich zu informieren. In Android-Betriebssystemen ab 4.2 ist die Funktion „App-Überprüfung“ automatisch aktiviert. Apps können so vor der Installation und auch auf dem Gerät mit Googles eigenen Sicherheitslisten abgeglichen werden.

Schauen Sie sich im Google Play Store auch unbedingt die Berechtigungen an, die die Apps brauchen, um auf mobilen Endgeräten zu funktionieren. Diese Berechtigungen sollten klar an die angepriesenen Funktionen angelehnt sein. Die Erlaubnis zum Auslesen des Telefonbuchs ist dafür aber nicht notwendig. Sicherheitssoftware wie G DATA Internet Security für Android zeigt Ihnen die Berechtigungen von Applikationen auch nach der Installation an.

#7: Gerät vor dem Verkauf zurücksetzen

Vor der Weitergabe eines Mobilgerätes ist es wichtig, alle Ihre Daten davon zu löschen. Suchen Sie in den Systemeinstellungen nach der Funktion „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“ und schauen Sie sich die Informationen in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts an. Sollte es eine weitere Funktion geben, die „Persönliche Daten löschen“ oder ähnlich heißt, machen Sie auch davon Gebrauch.

Wichtig!

Löschen Sie die Daten von eingesteckten Speichermedien. Die Speicherkarte sollte mindestens einmal formatiert werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft eine neue Karte und benutzt die alte einfach in einem eigenen Gerät weiter.

#8: Mobiltelefon kaufen – nur aus vertrauenswürdigen Quellen

Bei einem extrem niedrigen Angebotspreis liegt die Vermutung nahe, dass etwas nicht stimmt – mit dem Gerät oder der Herkunft. Gerade bei gebrauchten Smartphones und Tablets ist es wichtig, einen genauen Blick auf die Produktbeschreibungen und auf das Gerät selbst zu werfen:

  • Ist es voll funktionsfähig oder hat es Defekte?
  • Liegt der Kaufbeleg bei?
  • Ist noch Garantie-Restlaufzeit vorhanden?
  • Ist das Zubehör vollständig?

     

    Für Neuware gilt die gleiche Regel: Ein Angebot zu Dumping-Preisen für ein Gerät, das sonst ein Vielfaches kostet, ist höchstwahrscheinlich nicht vertrauenswürdig. Nach dem Erhalt des Smartphones oder Tablets sollten Sie es auf jeden Fall auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Vor allem, bevor Sie es zum ersten Mal mit dem eigenen Computer verbinden. So entfernen Sie möglicherweise installierte Schadsoftware oder Spyware direkt.

    #9: Gerät nur an sichere Stromquellen anschließen

    Laden Sie Ihr Smartphone oder Tablet am besten mit einem passenden Ladegerät an einer Steckdose auf. Alternativ ist bei den meisten Smartphones auch die Aufladung per USB-Kabel an einem Computer möglich. Das Mobilgerät sollte dabei jedoch nur an vertrauenswürdige Computer angeschlossen werden, am besten sogar nur an den eigenen. Vermeiden Sie öffentliche USB-Ladestationen wie zum Bespiel bei Konferenzen, da Sie hier nicht sicher sein können, ob jemand Ihre Daten abfängt.

    #10: Regelmäßig Backups durchführen

    Mit Backups aller gespeicherten Daten und Einstellungen bleiben Ihnen die Infos erhalten, auch wenn Sie Ihr Smartphone oder Tablet einmal verlieren. Bei den meisten Geräten ist das ganz einfach per Computer möglich. Einige Hersteller bieten zusätzlich auch einen Cloud-Dienst an, der die Daten kontinuierlich aktualisiert und speichert.

    #11: Bei Verlust: Mobilgerät orten und sperren

    Es gibt inzwischen zahlreiche Anbieter, die eine Software zum Orten des eigenen Mobilgerätes anbieten – darunter auch G DATA. Sollte es einmal verloren gehen, können Sie es so lokalisieren. Viele der Apps sind auch in der Lage, alle Daten auf dem Mobilgerät ferngesteuert zu löschen, damit diese nicht in fremde Hände fallen.

    Indem Sie die SIM-Karte sperren lassen, hindern Sie den Finder und Dieb daran, auf Ihre Kosten zu telefonieren, zu surfen und SMS zu schreiben. Die Sperrung ist unkompliziert und erfolgt schnell über die Notfallrufnummern, die Hotline oder auch das Online-Kundenportal des jeweiligen Mobilfunkanbieters. Diese Nummern finden Sie auf den Webseiten der Vertragsanbieter.

    #12: Telefonspeicher verschlüsseln

    Verschlüsselt sind Ihre Daten auch dann sicher, wenn Ihr Gerät in fremde Hände fällt. Nur wer den richtigen Code zur Entschlüsselung kennt, hat Zugang zu den Daten. Die Funktion richten Sie in den verschiedenen Android-Versionen anders ein – bei neueren Betriebssystemen ist sie automatisch aktiviert. Genauere Informationen zur Verschlüsselung finden Sie im Nutzerhandbuch Ihres Geräts.

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