Was ist eigentlich
ein VPN?

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Café und verbinden Ihr Smartphone mit dem dort verfügbaren WLAN. Wussten Sie, dass jemand alles mitlesen könnte, was über dieses Netzwerk unverschlüsselt übertragen wird? Kriminelle nutzen dafür spezielle Spionageprogramme, die den Datenverkehr mitschneiden. So gelangen sie an Benutzernamen, E-Mails und Chat-Nachrichten. Als Nutzer können Sie bei vielen Apps und Webseiten kaum herausfinden, ob alle aus- und eingehenden Informationen verschlüsselt werden. Sicherer ist es daher,  auf eine VPN-Software zurückzugreifen. Diese erzeugt ein virtuelles privates Netzwerk (VPN), in dem Ihre Daten auf dem Transportweg geschützt bleiben. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie hier.

Wie funktioniert ein VPN?

Wenn Sie eine VPN-Software nutzen, verbinden Sie sich nicht wie gewohnt direkt mit dem Internet. Sie verbinden sich zunächst verschlüsselt mit dem VPN-Anbieter, der Sie wiederum ins Internet weiterleitet. Ihre Daten werden dabei anonymisiert: Weil Ihre Verbindungsanfrage über einen Server des VPN-Anbieters (Knotenpunkt) läuft, wird Ihnen als Nutzer eine neue IP-Adresse zugewiesen. Das schützt Ihre tatsächliche IP-Adresse, die als Erkennungsmerkmal Ihres Geräts dient. Das virtuelle private Netzwerk macht Ihren Computer unsichtbar.

Und was ist ein VPN Tunnel?

Das Bild des „Tunnels“ passt gut zur Funktionsweise des VPNs: Außerhalb eines Straßentunnels kann niemand den Verkehr innen beobachten oder beeinflussen. Auch bei VPN-Verbindungen kann niemand anderes die übertragenen Daten sehen, da die Verbindung verschlüsselt ist. So kann ein Angreifer zwar erkennen, dass sich eine Verbindung über diesen Tunnel aufbaut. Er sieht aber weder, was übertragen wird, noch wohin.

Wie benutze ich ein VPN?

Um einen VPN-Tunnel zu nutzen, installieren Sie eine spezielle Software auf Ihrem Notebook, Smartphone oder Tablet – auf den sogenannten "Clients". Diese Client-Software stellt die Verbindung zum VPN bereit. Im Online-Shop von G DATA finden Sie VPN-Apps für Android und iOS.

Sie als Anwender müssen Ihr VPN-Programm beziehungsweise die App lediglich installieren und mit wenigen Klicks aktivieren. Den Rest übernimmt die Client-Software. In einigen Fällen ist kein Knotenpunkt voreingestellt: Dann geben Sie die Informationen über den Punkt, zu dem Sie sich verbinden möchten, einfach selbst ein. Steht die Verbindung, können Sie Ihr Gerät wie gewohnt weiterverwenden.

Warum brauche ich ein VPN?

Sinnvoll ist ein VPN-Tunnel immer dann, wenn Sie sich in einem Netzwerk befinden, das nicht vertrauenswürdig ist. Dabei kann es sich zum Beispiel um das WLAN am Flughafen, auf einer Konferenz oder im Hotel handeln. In solchen Netzwerken ist das Risiko hoch, dass ein Angreifer Ihre persönlichen Daten wie Passwörter oder Kreditkartennummern stiehlt oder Ihre E-Mails und Instant Messages liest.

Wo wird ein VPN eingesetzt?

Auch Unternehmen setzen auf VPN, wenn es um die Übertragung vertraulicher Informationen geht: Sie benutzen es beispielsweise, um Außendienstmitarbeitern den Zugriff auf Daten zu ermöglichen, die sonst nur über das Büronetz verfügbar sind. Die Firma stellt einen über das Internet erreichbaren Knotenpunkt bereit, mit dem sich die Mitarbeiter verbinden können. Dieser Knotenpunkt dient als Bindeglied zwischen dem Client in einem öffentlichen Netzwerk oder Heimnetzwerk und dem internen Firmennetz. So können Mitarbeiter unterwegs genauso unbesorgt arbeiten wie im Büro – die Daten sind nicht einsehbar und werden sicher übertragen.