Meldung vom 25. August 2020

IHK Innovationsforum 2020: Cyber Resilience – innovativ und sicher

Hochrangige Experten zu Gast bei G DATA CyberDefense

„NRW: Mit Sicherheit innovativ!“ lautete der Titel des IHK Innovationsforums 2020. Mehr als 60 Zuschauer verfolgten via Zoom-Streaming, wie Gäste aus Wirtschaft, Politik und Forschung auf dem G DATA Campus über das Thema IT-Sicherheit diskutierten.

Nordrhein-Westfalen ist einer der Hotspots für IT-Sicherheit in Deutschland und Europa. Warum das so ist, war eine zentrale Frage beim IHK Innovationsforum in Bochum. Aber auch diese Veranstaltung teilte das Schicksal vieler Konferenzen in diesem Jahr und wurde kurzerhand aus der Eventhalle von G DATA CyberDefense ins Netz übertragen. Und anstelle langer Reden und Vorträge gab es kurzweilige Talks und Sportpausen zum Mitmachen. Zum Auftakt sprach Moderator Tom Hegermann mit NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Thomas Meyer, Präsident IHK NRW. Der Minister betonte in dem Gespräch die gestiegene Abhängigkeit von der digitalen Welt und die Bedeutung von Resilienz im Bereich IT-Sicherheit. Unternehmen müssten lernen, mit einem Cyberangriff umzugehen. Helfen könne dabei der Erfahrungsaustausch untereinander und der offene Umgang mit dem Thema. Thomas Meyer richtete den Blick auf den Mittelstand, der Wirbelsäule der Wirtschaft. Sorge bereiten ihm bei der IT-Sicherheit insbesondere die kleinen Unternehmen. Meyer warb dafür, diese stärker zu unterstützen.

Bochum – IT-Sicherheit kommt aus dir

Die nächste Gesprächsrunde drehte sich um die Frage, wie Bochum Europas Hotspot für Cybersicherheit wurde. Zunächst gab es einen kurzen Impulsvortrag von Prof. Dr.-Ing. Christof Paar, Leiter des Max-Planck-Instituts für Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre aus Bochum, der live aus Massachusetts zugeschaltet war. Er spannte einen Bogen von der Gründung des Horst-Görtz-Institutes an der Ruhr-Universität Bochum vor 20 Jahren, bis zur Gründung des Max-Planck-Instituts im letzten Jahr. Nicht ohne Stolz verwies er darauf, dass die RUB das größte Studienangebot in Europa im Bereich IT-Sicherheit anbietet. Andreas Lüning, Vorstand von G DATA CyberDefense und Dr. Christina Reinhardt, Kanzlerin der Ruhr-Universität Bochum nahmen anschließend diesen Faden auf und gingen verstärkt auf die Frage der aktuellen IT-Sicherheitslage ein. So berichtete Reinhart von einem Hackerangriff, der im Frühjahr Teile der IT-Systeme der Universität lahmgelegt hatte. Nicht nur der professionellen Hilfe der Experten für Incident Response von G DATA war es zu verdanken, dass die Ausfallzeit mit sieben Wochen verhältnismäßig kurz ausfiel. Eine Netzsegmentierung sorgte dafür, dass nur bestimmte Systeme betroffen waren. So konnte die Lehre während des gesamten Zeitraums online fortgesetzt werden. Andreas Lüning warnte, dass viele Unternehmen sich immer noch in trügerischer Sicherheit wähnen. Und gerade die Corona-Krise hat die IT-Sicherheitslage verschärft. Denn der schnelle Wechsel ins Homeoffice war für die IT-Sicherheit eher schlecht. Auch Cyberkriminelle haben diese Situation ausgenutzt und beispielsweise Mails mit gefälschten Rechnungen verschickt. Anstelle der Rechnung haben die Opfer einen Anhang mit Schadcode geöffnet und den Angreifern Zugriff ins Netzwerk gewährt. Er appellierte an Unternehmen, komplexe Passwörter zu nutzen und getrennte Kennwörter für jeden Dienst einzusetzen. Mit solch einfachen Mitteln erschwere man Angreifern die Arbeit erheblich.

Accept the breach

Die Resilienz in mittelständischen IT-Infrastrukturen stand im Mittelpunkt des nächsten Impulses von Michael Zimmer, Geschäftsführer der G DATA Advanced Analytics. Aus seiner Sicht nimmt die IT heute den gleichen Rang ein, wie Strom oder Wasser, aber immer noch ist der Schutz der IT für viele Unternehmen ein lästiger Klotz am Bein. Kleine Budgets, sowie fehlende Fachkräfte wirken sich ebenfalls nachteilig aus. Er gab Beispiele, wie sich Risiken minieren lassen, etwa Awareness Trainings für Mitarbeiter oder getrennte Netzwerke. Wichtig sei es, einen IT-Sicherheitsvorfall zu akzeptieren, so wie Menschen auch beim Autofahren einen Unfall einkalkulieren. Allerdings helfen uns im Auto Gurte, Airbags und andere Assistenzsysteme, die Auswirkungen zu minimieren. Dies müssen auch Unternehmen für ihre IT realisieren, um Ausfallszeiten und wirtschaftliche Schäden zu minimieren.

Eine gute Veranstaltung kommt nicht ohne Netzwerken aus. Auch ein digitales Event lässt sich dazu nutzen, wie das Innovationsforum zeigte. Per Zufallsgenerator wurden die Teilnehmer in Breakout-Sessions eingeteilt und konnten sich dort in kleiner Runde über ihre Erfahrungen mit der IT-Sicherheit austauschen. Nach gut zwei Stunden endete ein informatives und abwechslungsreiches Innovationsforum. Auch wenn die digitale Form bei der Premiere überzeugte, war die Hoffnung spürbar, sich im nächsten Jahr wieder persönlich zu treffen.

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