Sicher im Urlaub

Reisen ohne Cyber-Stress

G DATA Ratgeber

Für viele ist es die schönste Zeit des Jahres: der Urlaub. Egal ob am Südseestrand oder auf dem Himalaja: Auf das Smartphone oder Tablet verzichten möchte heute kaum noch jemand – auch nicht in den Ferien. Laut unserer Urlaubsumfrage haben 2016 etwa drei Viertel der Befragten ihr Smartphone im Reisegepäck. Doch wo Erholung lockt, da lauern auch Gefahren. Denn Cyberkriminelle machen sich die Urlaubsentspannung zunutze. Wir erklären Ihnen in einfachen Schritten, wie Sie sich vor und während des Urlaubs optimal schützen können.

Tipps vor der Abreise

  • Buchung: Schon bei der Urlaubsplanung ist Vorsicht geboten. Achten Sie darauf, dass Sie bei bekannten Reiseportalen buchen, denen Sie vertrauen können. Zudem sind Reiseseiten ein beliebtes Angriffsziel von Phishing-Attacken. Setzen Sie deshalb auf eine Sicherheitslösung, die Sie auch beim Surfen schützt.

  • Updates: Ihre Programme auf den aktuellen Stand zu bringen, ist ebenso wichtig wie Ihren Koffer zu packen. Durch Updates werden eventuelle Sicherheitslücken geschlossen. So machen Sie Ihre Geräte fit für den Urlaub.

  • Passwortschutz: Schließen Sie Ihre Geräte ab, wie die Tür zum Hotelzimmer. Legen Sie in den Systemeinstellungen Ihres Geräts eine PIN oder ein Passwort fest. Wie Sie ein sicheres Passwort anlegen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

  • Verschlüsselung: Mit einfachen Mitteln können Sie die Daten auf Ihren mobilen Geräten verschlüsseln. Wenn Sie Ihr Smartphone oder Tablet entsperren, werden auch Ihre Daten wieder entschlüsselt und stehen Ihnen wie gewohnt zur Verfügung. So stellen Sie sicher, dass nur Menschen Zugang zu Ihren Geräten haben, die auch über das Passwort oder die PIN verfügen. Bei vielen Smartphones oder Tablets können Sie die Verschlüsselung in den Einstellungen des Betriebssystems aktivieren.

  • Notruf: Portemonnaie oder Smartphone gestohlen? Kreditkarte verloren? Ärgerlich, aber lassen Sie sich davon nicht den Urlaub vermasseln. Notieren Sie sich vor Reiseantritt alle nötigen Sperrnummern, zum Beispiel von Ihrem Mobilfunkanbieter oder Ihrer Bank.

  • Software: Generell ist Sicherheitssoftware eine gute Wahl, um Cyberkriminellen die Arbeit zu erschweren. Im Urlaub hilft sie auch, ein verlegtes oder gestohlenes Gerät zu orten und so womöglich dem Täter auf die Schliche zu kommen. Sensible Daten lassen sich mit speziellen Sicherheitslösungen bequem aus der Ferne von Smartphone, Tablet oder Laptop löschen.

  • Backups: Noch sicherer ist es, wenn Sie kritische Daten gar nicht erst mit in den Urlaub nehmen. Legen Sie regelmäßige Sicherungen an. Nutzen Sie dazu ein externes Speichermedium wie eine Festplatte – oder lassen Sie Ihre Daten automatisch von Ihrer Sicherheitssoftware in einer Cloud speichern.

  • Aufräumen: Reisen Sie mit kleinem Gepäck. Um potentiellen Sicherheitslücken vorzubeugen, löschen Sie alle Apps, die Sie nicht mehr nutzen.

  • Privatsphäre: Überprüfen Sie vor Reiseantritt noch einmal die Privatsphäre-Einstellung Ihrer sozialen Netzwerke. Sorgen Sie dafür, dass die sozialen Medien keine Informationen über Ihren aktuellen Standort nach außen dringen lassen.

Sicher im Urlaub

  • WLAN-Hotspots: Immer mehr Hotels und Cafés bieten kostenloses WLAN an. Das ist praktisch – und riskant zugleich. Über ein solches Netzwerk können Kriminelle mit einfachen Mitteln Ihre E-Mails mitlesen oder sogar wichtige Daten wie Kreditkarteninformationen oder Passwörter ausspionieren. Vermeiden Sie es deshalb, sensible Aktionen wie Online-Banking und -Shopping über öffentliche WiFi-Hotspots vorzunehmen.
     
  • VPN: Um auch in öffentlichen WLAN-Netzen sicher unterwegs zu sein, ist die Nutzung eines virtuellen privaten Netzwerkes (VPN) sinnvoll. Dadurch ist Ihre Verbindung geschützt, wie durch einen Tunnel. So können Sie auch am Flughafen, im Hotel oder Café mit ruhigem Gewissen ins Internet gehen. Einen Überblick darüber, an welchen Flughäfen Sie kostenlos ins Netz gehen können, finden Sie im Ratgeberbereich von Urlaubsguru.de.

  • Abschalten: Servieren Sie Cyberkriminellen Ihre Daten nicht auf dem Silbertablett: Schalten Sie die Bluetooth- und WLAN-Funktionen ab, wenn Sie sie nicht benötigen. Andernfalls machen die Funknetz-Verbindungen Ihr Gerät angreifbar.

  • Hotel-Safe: Manche Hotel-Safes lassen sich mit der eigenen Kreditkarte sperren. Auch wenn dies praktisch erscheint, ist davon abzuraten. Mit einer simplen Technik können Kriminelle Ihre Kreditkartendaten während des Schließvorgangs stehlen. Nutzen Sie stattdessen die alternativ dazu angebotene PIN-Eingabe. 

  • Internet-Café: Auf fremden Computern haben Sie keinen Überblick über die Sicherheitseinstellungen oder einen eventuellen Malware-Befall. Loggen Sie sich deshalb von PCs im Internet-Café oder der Hotel-Lobby nicht in sensible Accounts ein. Surfen Sie dort, wenn möglich, im Private- oder Inkognito-Modus des Browsers, der keine Daten speichert. Loggen Sie sich nach der Sitzung aus allen Konten wieder aus und löschen Sie nach der Sitzung Ihre Surfdaten.

  • Software: Sollte Ihr Smartphone oder Tablet tatsächlich abhanden kommen, können Sie es mit einer mobilen Sicherheitssoftware orten. So erkennen Sie schnell, ob Sie es einfach nur im Hotelzimmer verlegt haben, oder ob ein Dieb zugeschlagen hat. Viele Sicherheitslösungen ermöglichen es Ihnen, das Gerät über eine Web-Plattform zu sperren. So sind Ihre Daten vor fremdem Zugriff geschützt. Informieren Sie zudem Ihren Mobilfunkanbieter, um unnötige Kosten zu vermeiden.
     
  • Aufladen: Öffentliche USB-Ladestationen sind ein besonders unsicherer Weg, Ihren Akku zu laden. Über die Verbindung können nicht nur Strom, sondern auch Daten ausgetauscht werden. Sperren Sie das Gerät während des Ladevorgangs, um Datendiebstahl vorzubeugen. Zusätzlichen Schutz kann ein so genanntes USB-Kondom bieten, das das Laden absichert, indem es nur den Ladestrom passieren lässt und den Datenstrom blockiert. 

  • Sicheres Posten: Mit einem öffentlichen Urlaubs-Posting in einem sozialen Netzwerk locken Sie Einbrecher geradezu in Ihr Zuhause. Kriminelle erstellen aus solchen Daten eine Karte, auf der vorübergehend unbewohnte Häuser vermerkt sind. Laden Sie Ihre schönsten Urlaubserinnerungen deshalb erst nach Ihrer Rückkehr bei Facebook und Co. hoch.

Nach dem Urlaub

Nach dem Urlaub

  • Kreditkartenabrechnung prüfen
  • Updates einspielen
  • Passwörter ändern
  • Reiseunterlagen löschen
  • Backup anlegen
  • Überprüfen: Behalten Sie nach dem Urlaub Ihre Kredit- und EC-Kartenabrechnungen im Blick. So können Sie erkennen, ob Ihre Kartendaten im Urlaub ausspioniert und missbraucht wurden. Sollten Sie Unregelmäßigkeiten feststellen, setzen Sie sich mit Ihrer Bank in Verbindung.

  • Extra sicher: Ändern Sie zur Sicherheit Ihre Passwörter für soziale Netze oder Online-Plattformen, in die Sie sich von fremden Computern aus eingewählt haben. Sollte jemand Ihre Zugangsdaten ausgespäht haben, hat er so keine Verwendung mehr dafür.

  • Updates: Während Ihres Urlaubs haben Software-Hersteller höchstwahrscheinlich neue Updates für Ihre Virenschutz-Lösung, Ihr Betriebssystem und andere Programme veröffentlicht. Installieren Sie diese möglichst zeitnah, um Sicherheitslücken zu schließen.

  • Reiseunterlagen: Haben Sie Ihre Flugtickets, Kopien Ihres Ausweises oder Buchungsbestätigungen auf einem USB-Stick oder in der Cloud gespeichert? Löschen Sie diese sensiblen Daten nach dem Urlaub wieder, damit sie nicht in falsche Hände fallen.

  • Wiederherstellen: Falls Sie Ihr WLAN vor dem Urlaub deaktiviert haben, sollten Sie es wieder aktivieren und das Zugangspasswort zur Sicherheit ändern. Fragen Sie sich außerdem, ob alle Berechtigungen stimmen, die Sie eingestellt haben.

  • Backup: Legen Sie Sicherungskopien der Daten an, die Sie aus dem Urlaub mitbringen. Ihre Fotos und Erinnerungen bleiben Ihnen so lange erhalten.
Radio-Beitrag: Reisen ohne Cyber-Stress

Weitere Informationen und Quellen

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