Nur noch schnell den Einkauf bezahlen: Die Hälfte der Deutschen setzt auf Mobile Payment

24.11.2020
G DATA Blog

Mobiles Bezahlen wird in immer mehr Geschäften möglich und von vielen Deutschen genutzt. Im zweiten und letzten Artikel unserer Mobile-Payment-Serie geht es um das Nutzungsverhalten rund um mobiles Bezahlen.

Wer hat sein Smartphone mit dabei, wenn es zum Einkaufen geht? Ich mache das! Ich möchte auch unterwegs erreichbar sein. Zudem nutze ich gelegentlich eine App für Rezepte, um mich im Supermarkt für spontane Essensideen inspirieren zu lassen. Ich tippe darauf, dass viele von Ihnen das Mobilgerät ebenfalls mit dabeihaben. Heutzutage ist es ganz normal, das Smartphone in die Tasche zu stecken, bevor man das Haus verlässt. Meiner ersten Frage schließe ich eine zweite an: Nutzen Sie Ihr Smartphone auch an der Kasse zum Bezahlen? Genau dies haben wir in unserer repräsentativen Umfrage zum Thema Mobile Payment gefragt. Vor ein paar Monaten ließen wir durch OmniQuest insgesamt eintausend Deutsche ab 18 Jahren hierzu befragen. Im ersten Teil dieser kleinen Serie ging es um den Einfluss von Corona auf unsere Zahlungsarten. Jetzt geht es darum, ob wir Deutschen mobil bezahlen, warum wir das machen (oder auch nicht) und welche Form von Mobile Payment wir dabei bevorzugen.

Fast die Hälfte nutzt zum Bezahlen das Telefon

Um auf die zweite Frage in diesem Artikel zurückzukommen: 48 Prozent, also fast die Hälfte von uns Deutschen nutzen das Smartphone zum Bezahlen und macht so Mobile Payment. Wenig überrascht hat mich dabei, dass die Jüngeren den höchsten Nutzeranteil ausmachen: Sieben von zehn Deutschen zwischen 30 und 39 Jahren zahlen per Mobiltelefon. Dagegen nutzen nur etwas mehr als ein Viertel der Über-60-Jährigen diese Bezahlart. Warum mich das nicht verwundert, liegt meiner Meinung nach auf der Hand: Jüngere Nutzer sind offener für alternative Bezahlmethoden. Wir haben im ersten Artikel zu dieser Themenreihe auch schon gesehen, dass gerade die Älteren an der Kasse nicht auf das gewohnte Bargeld verzichten möchten.

 

Ein anderes Ergebnis in diesem Zusammenhang ist mir besonders aufgefallen: Je mehr Personen zusammenleben, desto eher kommt Mobile Payment in den Geschäften zum Einsatz. Bei den Vier-Personen-Haushalten liegt der Anteil bei 68 Prozent. Warum ist das so? Meine Vermutung: Wenn der große Wocheneinkauf einer vierköpfigen Familie ansteht, ist der Einkaufswagen prall gefüllt, wenn es zur Kasse geht. Alle Lebensmittel müssen auf das Band gelegt werden und weil die Person an der Kasse schon mit dem Scannen und Eintippen anfängt, während immer noch Dinge im Wagen liegen, steigt der Stresspegel beim Kunden. Am Ende soll der Einkauf möglichst schnell bezahlt werden und das Smartphone ist ohnehin beim Einkaufen mit dabei. Der Rechnungsbetrag wird unkompliziert vom Bankkonto abgebucht und weder muss das passende Bargeld abgezählt, noch ein prall gefülltes Portemonnaie mitgenommen werden.

Bequemlichkeit und Zeitersparnis sind entscheidend

Kommen wir jetzt zu den Gründen, Mobile Payment zu nutzen. Im Prinzip ist es oben in diesem Artikel schon angeklungen und aus meiner Sicht auch logisch. Erraten Sie es? Wir fragten in der Umfrage nach den Hauptgründen für die Nutzung des mobilen Bezahlens. Für die meisten Deutschen ist es wenig überraschend die Bequemlichkeit. Das Smartphone ist fast immer mit dabei und da liegt es auf der Hand, dieses smarte Gerät auch zum Bezahlen zu benutzen. Der zweitwichtigste Grund ist die Zeitersparnis. Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal an das Beispiel des Großeinkaufs für den Vier-Personen-Haushalt.

 

Es gibt aber auch viele Deutsche, die gegen die Nutzung von Mobile Payment sind. Sie geben als Hauptgrund für die Ablehnung an, dass sie Einkäufe nicht mit dem Smartphone bezahlen möchten. 16 Prozent zweifeln sogar an der Sicherheit von Mobile Payment und fast 15 Prozent der ablehnenden Umfrageteilnehmer haben Bedenken wegen des Datenschutzes. Ein kleiner Aspekt fällt dabei ins Auge: Je südlicher die Deutschen wohnen, desto größer sind die Datenschutzbedenken. Ich finde es gut, dass sich die Menschen Gedanken zu diesem Thema machen, aber natürlich untersteht der Bereich Mobile Payment auch klaren Regularien, die die Banken und Dienstleister dahinter einzuhalten haben. Gerade beim Datenschutz schreibt die EU-DSGVO empfindliche Strafen für Regelverletzungen vor.

PayPal hat klar die Nase vorn

Der Bezahldienstleister PayPal ist bekannt und viele nutzen ihn, um Onlinekäufe schnell und unkompliziert zu bezahlen. Da liegt es auf der Hand, diesen auch zu nutzen, wenn es um Zahlungen im Einzelhandel geht, anstelle auf einen weiteren Dienstleister zu setzen. Unsere Umfrage zeigt, dass fast 88 Prozent der Deutschen PayPal bei Mobile Payment nutzen. Besonders lohnenswert ist ein erneuter Blick auf die Altersstruktur, denn der höchste Anteil der Nutzer des bekannten Dienstleisters ist mit annähernd 93 Prozent bei den Über-60-Jährigen zu finden.

Fazit: Mobile Payment etabliert sich im Handel

Für viele Deutsche ist die Zeit vorbei, in der sie in Geschäften mit Bargeld oder einer Karte gezahlt haben. Mobile Payment ist modern, einfach bequem und es spart Zeit. Viele Menschen nutzen das Smartphone, das sowieso mit dabei ist. Wir werden sehen, wie sich unser Zahlungsverhalten im Einzelhandel weiter entwickeln wird. Es bleibt spannend.

Kathrin Beckert-Plewka
Public Relations Manager

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