16.07.2014, Autor: Ralf Benzmüller

G DATA Malware Report Juli - Dezember 2013

Der Malware Report zum zweiten Halbjahr 2013 enthält die wichtigsten Zahlen zum Aufkommen von Schadprogrammen, zum Gefahrenpotenzial von Webseiten und den Aktivitäten von Botnetzen und Banking-Trojanern.

Die wichtigsten Ergebnisse folgen im Überblick.

  • Im 2. Halbjahr 2013 ist die Anzahl neuer Malware um 24% auf 1.874.141 gestiegen.
  • Die Anzahl der Malware stieg 2013 im Vergleich zu 2012 um 28%. Die prognostizierte Marke von 3 Millionen wurde mit 3.384.075 deutlich übertroffen. Im Jahresdurchschnitt wurden täglich 9.271 neue Malware-Typen identifiziert.
  • Adware nimmt zu. Nicht nur die Anzahl der Schadprogrammtypen steigt. Exemplare von einzelnen Adware-Familien sind auch am weitesten verbreitet und bestimmen die Top 10 der häufigsten Malware.
  • Exploits sind nicht sehr zahlreich. Aber sie spielen eine wichtige Rolle bei automatisierten Angriffen.
  • 99,9% der Malware läuft unter Windows. Der Anteil von .NET Malware steigt auf 5,2%.
  • Schädliche Webseiten sind nur geringfügig auf mehr Kategorien aufgeteilt als im letzten Halbjahr (2,6%).
  • Am häufigsten findet sich Schadcode auf Webseiten der Kategorien "Technologie" gefolgt von "Wirtschaftsleben" und "Pornografie"
  • Neu in der Top 10 gefährlicher Webseiten ist die Kategorie "Glücksspiele".
  • Webseiten aus der Kategorie Bildung sind nicht mehr unter den Top 10.
  • Die Festnahme des Entwicklers des Blackhole Exploit Kits zeigt insbesondere beim Zeus-Klon Citadel Wirkung.
  • Die Bebloh-Familie der Banking-Trojaner behauptet ihren Marktanteil und baut ihn sogar aus. Die Familie "BankPatch" spielt keine Rolle mehr.
  • Cridex (alias Feodo) erreicht über Spam-Kampagnen immense Infektionszahlen

Prognosen und Trends:

  • Auch im kommenden Jahr wird die Anzahl neuer Malwarekategorien steigen. Wir erwarten, dass die Marke von täglich 10.000 neuen Malware-Typen übertroffen wird.
  • Adware und Verschlüsselungstrojaner werden zunehmen.
  • Die Vorgehensweisen von Banking-Trojanern werden immer raffinierter.

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