01.04.2017 | Bochum, Autor: Dirk Oltersdorf

G DATA baut weltweit größte Computerviren-Quarantäne

7 Mio. Euro für spektakulären Hightech Gewölbe-Kerker

Die rasant wachsende Zahl infizierter Computer stellt Sicherheits­software-Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Unzählige Viren, Würmer, Trojaner und andere digitale Schädlinge greifen täglich Millionen von Computern und Mobilgeräten in Privathaushalten und Firmen auf der ganzen Welt an. Sie verseuchen zudem E-Mails, USB-Sticks und Speichermedien. Das hat katastrophale Folgen …

Liebe Blog-Leser,

bestimmt sind Sie uns auf die Schliche gekommen, oder? Natürlich bauen wir keine unterirdische Viren-Quarantäne für böse digitale Schädlinge unter den wunderbaren G DATA Campus. Aber zum 1. April juckte es uns einfach in den Fingern, diese kuriose Idee in die Welt hinaus zu schicken und zu beweisen, dass ein Sicherheitssoftwareunternehmen durchaus Humor hat. Die positive Resonanz auf unseren Aprilscherz gab uns übrigens recht und wir hoffen, auch Sie zum Schmunzeln gebracht zu haben.

Viele Grüße aus Bochum und weiterhin eine virenfreie Zeit.

Kapazitätsgrenzen längst erreicht

Die G DATA Software AG, die mit ihrer breiten Palette an Privat- und Unternehmenslösungen seit 30 Jahren erfolgreich Cyberkriminellen das Handwerk legt, schlägt Alarm und will proaktiv handeln. „Es ist bereits fünf nach zwölf“, sagt Ralf Benzmüller, Executive Speaker der G DATA SecurityLabs. „Unsere in den 1990-ern mehr als großzügig angelegten Quarantäne-Stationen für Computerschädlinge sind bald randvoll.“. Benzmüller schätzt, dass andere Security-Software-Hersteller mit ähnlichen Problemen kämpfen, auch wenn bislang noch keine offiziellen Stellungnahmen vorliegen. Der Virenjäger schließt nicht aus, dass kleinere Firmen aus Platzmangel bereits Virenpopulationen heimlich freigelassen haben.

Wer jetzt nicht reagiert, handelt grob fahrlässig

G DATA hat sich entschlossen zu handeln und wird in nur sechs Monaten die größte Viren-Quarantäne der Welt errichten, um die drohende Gefahr für IT-Nutzer abzuwenden. Auf dem G DATA Gelände begannen bereits die Bauarbeiten für einen einzigartigen Viren-Isolationsblock. Firmengründer Kai Figge dazu: „Der hochmoderne und komplett neugestaltete G DATA Campus bietet ideale Voraussetzungen. Unter unseren Gebäuden verläuft ein Labyrinth aus dickwandigen, stabilen Kellergewölben. Dort entsteht jetzt aus zukunftsweisenden, hochfesten und von der Nasa für die Marsbesiedelung entwickelten Materialien die modernste, größte und technisch aufwändigste Viren-Quarantäne der Welt. Absolut ausbruchssicher, hermetisch abgeschirmt und mit einer Lagerkapazität, die selbst bei exponentiell steigenden Angriffszahlen bis ins Jahr 2200 ausreichend ist. Zudem schaffen wir 30 neue Arbeitsplätze im Wachschutz.“

Bauantrag im Eilverfahren genehmigt

Aufgrund der Dringlichkeit wurden die Pläne bereits Anfang Februar genehmigt und der G DATA Aufsichtsrat gab Gelder in Höhe von sieben Millionen Euro frei. Der Firmengründer und Erfinder des Antivirus Andreas Lüning ermahnt den Wettbewerb:

„Wir müssen diese Bedrohung ernst nehmen. Was nutzen die erfolgreichsten Sicherheitssoftwarelösungen und höchsten Erkennungs­raten, wenn wir nicht in der Lage sind, die von uns festgesetzten Schädlinge effizient, sicher und langfristig zu entsorgen. Hier sind wir alle in der Pflicht.”

Andreas Lüning

Neues Geschäftsmodell als Nebeneffekt

Da kaum ein anderer Antivirenhersteller auf derart ideale Bedingungen für die Virenlagerung zurückgreifen kann, bieten die Bochumer interessierten Security-Unternehmen auf ihrem Campus flexibel mitwachsenden Quarantäne-Stauraum an. „So lässt sich zumindest ein Teil der Kosten auffangen“, meint Kai Figge.


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