Update im WhatsApp-Spionage-Fall: Neue Version der Nachrichten-Anwendung macht dem WhatsApp Sniffer den Garaus

G Data ruft zur Installation der aktualisierten Applikation auf

27.08.2012 | Bochum 

Vor ein paar Monaten entdeckten die G Data SecurityLabs eine Spionage-App, mit der im WLAN gesendete WhatsApp-Nachrichten von Fremden mitgelesen werden konnten. Die Herstellerfirma der bekannten und beliebten Messenger-Anwendung hat u.a. für Android und iOS eine aktualisierte Version herausgebracht. Die G Data-Sicherheitsexperten testeten die neue WhatsApp Applikation und kamen zu dem Ergebnis, dass die Chats jetzt verschlüsselt werden. Die Nutzer der neuesten Version sind demnach sicher gegen das Ausspionieren mit der im Mai entdeckten Sniffer-App und der Hersteller von WhatsApp hat die bekannte Sicherheitslücke geschlossen.

Screenshot der neuen WhatsApp-Version in Google Play

 

Hintergrund
Im Mai entdeckten die Experten der G Data SecurityLabs eine Android-App, mit der WhatsApp-Nachrichten mitgelesen werden konnten, wenn die ausspionierten Anwender eine WLAN-Verbindung nutzten. Die Spione brauchten hierzu lediglich ein gerootetes Android-Gerät mit dem installierten WhatsApp Sniffer und Zugriff auf das gleiche WLAN-Netz wie einer der Kommunikationsteilnehmer.

Verbreitet wurde die App u.a. über den offiziellen Play Store und dort mehrere tausend Mal heruntergeladen und installiert. Google reagierte und entfernte die zweifelhafte App. Die G Data Security-Experten sind allerdings auch in inoffiziellen Android-Marktplätzen auf die Spionage-App gestoßen, was bedeutet, dass diese weiterhin im Umlauf ist. G Data rät daher dringend zur Aktualisierung der WhatsApp Applikation auf dem Smartphone.


Den vollständigen Artikel und Bildmaterial finden Sie im G Data SecurityBlog:
http://blog.gdatasoftware.com/blog/article/update-using-whatsapp-in-wifi-makes-conversations-public.html


Die G Data Sicherheitswarnung: Spionage-Applikation späht WhatsApp-Chats aus (10.05.2012) finden Sie hier: http://www.gdata.de/pressecenter/artikel/article/2734-g-data-sicherheitswarnung-spi.html


Kathrin Beckert